Wohnriester.org

 Wohn Riester
     im Vergleich

 Absichern fürs Alter

 Kostenlos &     unverbindlich

Wohnriester Vergleich

Vorteile / Nachteile

Vor- und Nachteile der Wohnriester-Verträgen

Durch die Neuregelung der Verwendung von Riester-Zulagen zur Bildung von Wohneigentum entstehen einige Vorteile. Viele der sogenannten Schwellenhaushalte, die zwar ein geregeltes Einkommen haben, dass aber nicht hoch genug ist, um Wohneigentum zu schaffen, können jetzt durch die Zulagen Wohneigentum erwerben, da die monatliche Belastung durch die Zulagen sinkt. Gerade bei kinderreichen Familien ist das von Vorteil, da ein hoher Förderungsbetrag zusammen kommt. Bei einer Familie mit zwei Kindern und einem Säugling ergibt sich beispielsweise eine Förderung von 154 Euro + 185 Euro + 185 Euro + 300 Euro = 824 Euro, die zur Tilgung eines Kredites oder Bausparvertrags verwendet werden können.

Allerdings wird der Verkauf einer so geförderten Immobilie deutlich schwieriger, weil das geförderte Kapital innerhalb von nur einem Jahr wieder in eine neue Immobilie oder in einen normalen Riester-Renten-Vertrag investiert werden muss, damit die Zulagen erhalten bleiben. Das könnte für viele der oben erwähnten Schwellenhaushalte in der Schuldenfalle enden, gerade wenn es zu einer Trennung kommt und die Immobilie möglichst schnell verkauft werden soll. In solchen Fällen werden Immobilien meist unter Wert verkauft und es bleiben neben der Tilgung bei den Kreditinstituten kaum noch Mittel übrig, um die entstandenen Riester-Rückzahlungen zu leisten.

Problematisch ist außerdem die nachgelagerte Besteuerung, noch weiß niemand, wie die fiktiven Wohnförderkonten in der Praxis geführt werden und ob dadurch nicht relativ hohe Kosten für die Verwaltung der fiktiven Konten entstehen. Wird die geförderte Immobilie direkt bei oder kurz nach Rentenbeginn verkauft, muss die Steuerschuld für das Wohnförderkonto komplett auf einmal und ohne den sonst gewährten Rabatt von 30% entrichtet werden, was eine hohe Mehrbelastung hervorruft, weil die Summe auf das Einkommen aufgeschlagen wird und so auch der Steuersatz steigt.

Positiv ist wiederum, dass auch bereits vorhandene Riester-Verträge komplett oder bis zu einem Anteil von 75% zur Wohneigentumsbildung verwendet werden können. Außerdem können normal angesparte Verträge zu Rentenbeginn komplett ausgezahlt werden, wenn damit eine bestehende Finanzierung für Wohneigentum abgelöst werden soll. Bislang sind allerdings die meisten Betrachtungen noch eher theoretisch, da es kaum Personen gibt, die die Förderung bislang auf diese Weise nutzen konnten. Daher bleibt es abzuwarten, wie sich das gesamte Wohn-Riester-Förderungssystem entwickelt.